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Betrugsfälle verdreifacht

15.09.2018 – So könnt Ihr Euch gegen Schlüsseldienst-Abzocke schützen

Allein 2017 registrierte die Polizei 350 Fälle von Betrug und Wucher durch windige Türöffner-Firmen – 70 Prozent mehr als im Vorjahr und fast dreimal so viel wie noch 2014.

Jetzt warnen erstmals Verbraucherschützer, Justizministerium und Landeskriminalamt gemeinsam vor den üblen Betrugsmaschen und geben wertvolle Tipps.

Überdurchschnittlich oft tappen jüngere Sachsen in die Abzockfalle. So wie der Dresdner Sebastian Günther (35): “Ich wollte auf Arbeit, meine Freundin auf den Spielplatz. Jeder dachte, der andere hätte den Schlüssel. Dann war die Tür zu.”

Und prompt machte er den ersten Fehler: “Ich habe gegoogelt und den ersten Dienst angerufen.” Der verlangte dann bereits bei der Ankunft erstmal knappe 200 Euro “Anzahlung”, nach getaner fünfminütiger Arbeit nochmal über 200 Euro, zusammen 420 Euro.

Abkassiert wurde noch vor Ort per Bankkarte – Rückbuchung unmöglich. Ein typisches Muster.

Das empfehlen die Verbraucherschützer dringend

*Vorsicht bei Schlüsseldienstanzeigen im Internet

*Schaut auf auf die Abzockerlisten der Verbraucherzentrale

*Kommt der Handwerker wirklich aus der Nähe?

*Achtet auf die Kontaktadresse auf der Rechnung!

*Lasst Euch nicht unter Druck setzen und ruft im Zweifelsfall die Polizei.

*Wenn Ihr abgezockt wurdet: Stellen Sie Strafanzeige.

Sebastian Günther hatte nochmal Glück: Mithilfe der Verbraucherzentrale konnte er über 200 Euro zurückklagen.

Allerdings: “Das Problem nach Urteilen ist eher die Zwangsvollstreckung”, sagt Stefanie Siegert (31), Rechtsexpertin bei der sächsischen Verbraucherzentrale. “Die Verurteilten sind dann unbekannt verzogen, alles gehört der Ehefrau oder sie sitzen bereits im Gefängnis.”

7 Dienste auf der Schwarzen Liste

Es sind immer wieder dieselben Schlüsseldienste, die plötzlich horrende Preise verlangen.

Damit niemand mehr darauf reinfällt, stellte die sächsische Verbraucherzentrale Freitag sieben Dienste und ihre verschiedenen Firmenbezeichungen online, mit denen sie schon einschlägige Erfahrungen hatte.

Dabei raten die Verbraucherschützer zur Vorsicht, planen auch weitere schwarze Schafe der Branche dort zu vermerken.

Dabei soll es aber nicht bleiben: In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt soll auch eine Positiv-Liste seriöser Anbieter eingestellt werden.

 

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