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Gefahrenfunktion • Schlüsseldienst Open4u • Zylinder

Gefahrenfunktion

Die Gefahrenfunktion („GF“) ist ein Schutzsystem bei Sicherheits-Türschlössern mit Doppel-Schließzylindern, die das beidseitige Betätigen mit einem Schlüssel auch dann erlaubt, wenn auf der jeweils anderen Seite bereits ein Schlüssel steckt. Manche Hersteller nennen die Gefahrenfunktion auch Prioritätsfunktion oder BSZ-Funktion (beidseitig schließbare Zylinder).

Dann kann bei „Gefahr“ mit Hilfe eines zweiten Schlüssels eine Tür von außen oder innen geöffnet werden, ohne das Schloss aufzubrechen. Dies hilft beispielsweise zu hilflosen Eingeschlossenen oder nach unbeabsichtigtem Aussperren zurück in abgeschlossene Räume zu gelangen. Bei Altenwohnungen kann dies erwünscht sein, aber auch immer dann, wenn kein zweiter Zugang existiert oder dieser nicht ohne weiteres zu erreichen oder zu öffnen ist, was für die meisten Etagenwohnungen gilt.

Zylinder mit der Gefahrenfunktion sind weniger robust als „normale“ Profilzylinder, da die Mechanik in der Schließnase (Kupplung) sehr aufwändig ist. Diese sind aus mehreren Teilen zusammengefügt, mehrere Federn mit unterschiedlicher Federkraft wirken gegeneinander und ermöglichen so die Funktion.

Üblich sind auch Konstruktionen, bei denen die Spitze des Schlüssels in die Kupplung einrastet und formschlüssig die Übertragung herstellt. Da Schlüssel im Bereich der Spitze nach und nach abgenutzt werden, kann es passieren, dass sie aus der Kupplung rutschen und nicht mehr funktionieren. Aus diesem Grund wird bei Türen mit hoher Benutzungsfrequenz häufig auf die Gefahrenfunktion verzichtet. Auch bei Mehrpunktverriegelungen und Panzerriegeln, wo über Schlüssel und Profilzylinder hohe Drehmomente übertragen werden, ist die Gefahrenfunktion ungeeignet.

Als weitere Variante existieren Zylinder, bei denen die Gefahrenfunktion in Form einer sogenannten Gefahrenschlüssel-Funktion ausgeführt ist. Die Tür kann dann bei innen steckendem Schlüssel von außen nur mit einem speziellen Gefahrenschlüssel aufgesperrt werden. Dieser Gefahrenschlüssel hat je nach Hersteller eine veränderte Spitze, gefederte Dorne usw.

Bei der Not- und Gefahrenfunktion (auch N+G genannt) handelt es sich um eine besondere Bauart des Profilzylinders. Anders als bei herkömmlichen Profilzylindern bietet diese Bauart einen entscheidenden Vorteil – der Zylinder im Türschloss lässt sich selbst dann von außen betätigen, wenn von innen ein Schlüssel steckt. So ist es beispielsweise immer möglich, wenn man sich versehentlich ausgesperrt hat, mit einem Ersatzschlüssel die Wohnungseingangstür zu öffnen.

Bei Profilzylindern ohne der Not- und Gefahrenfunktion kann es passieren, dass Sie irgendwann vor der ausgesperrten Tür stehen, ohne der Möglichkeit hinein zu kommen. Denn Zylinder ohne diese Funktion müssen vom örtlichen Schlüsseldienst gewaltsam aufgebrochen werden, was meist mit hohen Kosten verbunden ist. Der Grund hierfür ist ganz einfach zu erklären: Steckt man ein Schlüssel von Außen in das Türschloss, blockiert der von Innen steckende Schlüssel das Öffnen.

    Kurz erklärt:
    Öffnet nicht von außen mit von innen (Wohnungsseite) eingestecktem Schlüssel

Ein Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion, bietet, wie der Name schon sagt, Abhilfe bei Not und Gefahr. Ein erheblicher Vorteil also, welches die Kaufentscheidung erleichtert. Zudem lässt er sich gewöhnlich in nahezu jedes Einsteckschloss einbauen und nutzen. Nachteile gegenüber einem herkömmlichen Profilzylinder gibt es nur wenige. So kann eine Person mit Zweitschlüssel jederzeit in die Wohnung hineinkommen. Wer also auf Privatsphäre setzt, sollte sich einen Zylinder ohne Not- und Gefahrenfunktion zulegen.

    Kurz erklärt:
    Lässt sich von außen öffnen, trotz von innen (Wohnungsseite) steckendem Schlüssel.

Ein weiteres Manko: Zylinder dieser Bauart müssen regelmäßig getestet werden damit der Mechanismus nicht nach einiger Zeit klemmt. Dies geht allerdings ganz einfach: Mit von innen steckendem Schlüssel von außen bedienen.

Habe ich einen Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion?

Sie stellen sich nun die Frage, ob der in Ihrer Tür eingebaute Schließzylinder diese nützliche Eigenschaft besitzt? Testen Sie es ganz einfach selbst. Befolgen Sie dazu dieser kurzen Anweisung:

    Wohnungstür öffnen (geöffnet lassen!)
    Schlüssel von der Innenseite der Wohnung einstecken
    Weiteren Schlüssel von der Außenseite der Tür einstecken und versuchen zu drehen.
    Dreht sich der Schlüssel, sodass das Schloss öffnet und schließt, dann haben Sie einen Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion.
    Verdreht oder klemmt der Schlüssel bei diesem Vorgang, dann haben Sie einen gewöhnlichen Profilzylinder ohne Not- und Gefahrenfunktion.

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